Die Webwissenschaftler

Was machen Menschen mit dem Web, was macht das Web mit den Menschen?

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Warum darf man während einer Prüfung nicht googeln?

Jöran Muuß-Merholz (@joeranDE) hat ein großartiges Podcast-Interview mit dem Lehrer Tommy Ittu  (@tommyittu) von der School21 in London geführt. Die School 21 fokussiert sich auf 21th Century Skills, projektbasiertes Lernen sowie den vielfältigen Einsatz von Medien. In der Podcast-Episode kritisiert Tommy Ittu die weltfremde Situation, in welcher Schüler*innen immer noch Prüfungen ablegen müssen und unter diesen Bedingungen ihre Kompetenz unter Beweis stellen sollen

Die Aussagen passen auch gut zum Rant von Christian Friedrich (@friedelitis) im Feierabendbier Open Education Podcast:

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Workshop für Studis: Reinventing education in the digital era?

Im Vorfeld des der Global Learning Council Summit Konferenz in Berlin wird ein mehrtägiger Workshop veranstaltet, für den sich alle eingeschriebenen Studierenden ab 18 Jahren mit einem kurzen Essay (englisch, max. 500 Wörter) bewerben können. Die Frage für das Essay lautet: „What will teaching and learning look like in 20 years?“, die Veranstaltung läuft unter dem Titel „REINVENTING EDUCATION IN THE DIGITAL ERA“. Fahrt- sowie Hotelkosten werden übernommen, das Ganze findet vom 27.-30. Juni in Berlin statt im Vorfeld der Konferenz, für die man dann ebenfalls eine Eintrittskarte bekommt.

Ich habe keine Ahnung, wie gut das Global Learning Council Summit ist oder ob der Workshop was taugt, aber euer Glück könnt ihr ja mal versuchen – wünsche viel Erfolg!

Einreichen kann man den Text beim Hochschulforum Digitalisierung bis zum 9. Juni 2017: Bewerben

Bei Youtube finden sich ein paar Vortragsaufzeichnungen der letzten Jahre:

Beitragsbild: Grafik aus dem Flyer des Hochschulforums Digitalisierung (nicht unter freier Lizenz)

Das Ende der Arbeit durch Automatisierung – eine verkackte Grundthese?

Arbeitsministerin Nahles sagte kürzlich auf der republica-Konferenz in Berlin folgenden Satz (Youtube):

„Ich glaube einfach schlicht und ergreifend an Ihre verkackte Grundthese nicht: Das Ende der Arbeit. Ich glaube überhaupt nicht an das Ende der Lohnarbeit und der Erwerbsarbeit – das halte ich für Quatsch. […] In Wirklichkeit wird es auch in 30 Jahren […] lohn-bezahlte Arbeit geben. Da bin ich mir hundertprozentig sicher.“

Kommt die Automatisierung also doch nicht so massiv? Wie ist der aktuelle Stand der Technik und in der Wirtschaft? Auf Wired.com läuft derzeit eine Videoserie, die Automatisierung in verschiedenen Arbeitsbereichen sowie den Einsatz von sogenannter Künstlicher Intelligenz zeigt und diskutiert. Hier die ersten Episoden:

Episode 1: History of our robotic furture

Episode 2:

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Die papierlose Hochschule? Beispiel: TH Köln

Umlaufmappen sind Pappmappen, auf denen eine Tabelle auf der Vorderseite aufgedruckt ist, in welche Empfänger eingetragen werden können

Umlaufmappen mit Absender/Empfänger-Tabelle auf der Vorderseite, Foto: Amris Wi (Public Domain / Wikimedia Commons)

Ich beklage mich ja ab und zu Mal über das System Hochschule, welches meiner Ansicht nach wenig zeitgemäß funktioniert, wenn es um das Ausschöpfen von digitalen Möglichkeiten und der Erleichterung der Arbeit geht. Die TH Köln ist – auch dank ihrer Neuorientierung und dem dazugehörigen Wert der Offenheit, siehe Werte der TH Köln – die erste Hochschule gewesen, in welcher ich meine Kritik tatsächlich im Rahmen der Hochschule loswerden konnte. Zum Beispiel durch einen Vortrag dem Barcamp Digital.Vernetzt.Beteiligt. (#dvb2015) sowie durch eine darauf folgende Einladung in die Kollegiale Klausur der Fakultät 01 (Treffen aller Lehrenden und den Mitarbeitern einer Fakultät), wo ich den Vortrag ebenfalls kurz halten und diskutieren durfte. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Isabel Zorn sowie für alle offenen und spannenden Gespräche, die ich während meiner Zeit an der TH Köln mit diversen Gesprächspartner*innen führen durfte!

Dieses Mal beschäftigten mich Umlaufmappen und ausgedruckte PDF-Formulare.

Von Umlaufmappen und ausgedruckten PDF-Formularen

Mein Eindruck vom Verwaltungssystem der Hochschule wurde durch meine neue Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter leider allerdings noch einmal verstärkt in den letzten zwei Jahren, als ich bspw. mit dem System der Umlaufmappen konfrontiert wurde. Auf diesen vermerkt man mit dem Kugelschreiber Absender und Empfänger, z.B. „Abteilung Reisekosten“. Weiterhin druckt man ein (digital ausfüllbares) PDF-Formular für Reisekosten aus und legt es ebenfalls in die Umlaufmappe, sodass jemand in der Verwaltung die Daten später wieder eintippen kann [Bei in Papierform eingereichten Steuererklärungen gibt es inzwischen Scanzentren, sodass ausgedruckte Formulare per Texterkennung direkt digitalisiert werden können. Ich vermute aber, dass diese an der TH Köln nicht existieren]. Die Umlaufmappe schmeißt man dann im Sekretariat in eine gelbe Postbox und hofft dann, dass die Originalrechnungen nicht auf dem Weg zur Verwaltung aus der Mappe fallen oder die Mappe verloren geht. Eine Eingangsbestätigung o.ä. gibt es nicht. weiterlesen

Streamsmart handeln?!

Die Welt kannte bisher Booksmarts und Streetsmarts. Was aber sind Streamsmarts? Und wie kann man ein Streamsmart werden? Ist das überhaupt erstrebenswert?

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Vorsicht bei digitalen Notizen: Verdichten!

Sind Notizen auf Papier besser? Die Studie „The Pen Is Mightier Than the Keyboard. Advantages of Longhand Over Laptop Note Taking“ geistert nun schon länger durch die Debatten um Lernen und Arbeiten mit digitalen Medien. Sie gilt als wichtiges Gegenargument für Laptops in der Schule oder Hochschule. Was dabei gerne übersehen wird:   weiterlesen

Frenchpress per Internet bedienen?

Derzeit versuche ich mit dem Minicomputer raspberrypi 2 ein WLAN-Radio für die Küche zu bauen. Das Vorhaben ist mit einigen Hürden versehen trotz zahlreicher Anleitungen im Netz, aber ich habe noch Hoffnung 😉 Estefannie Explains It All ist da schon deutlich weiter als ich und baut sich eine automatisierte Frenchpress:

Okay, das Ding kann erstmal nur das Herunterdrücken der Frenchpress übernehmen, aber immerhin! Der Quelltext ist auf github verfügbar.

Und besser als die Robotikexperimente von Simone Giertz scheint die automatisierte Frenchpress auch zu klappen 😉

Creative Commons Lizenzvertrag Gerne weiterverwenden! Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für generation-streamsmart.de. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich meist direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Screenshot von Youtube, nicht unter freier Lizenz.

Netzwerkportal für Qualitative Sozialforschung

Eigene Portale oder Communities auf die Beine zu stellen ist meist eine große Herausforderung (und geht leider oft schief). Oliver Zetsche war mit den Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten im Bereich der Qualitativen Sozialforschung nicht zufrieden und hat deswegen kurzerhand selbst ein Portal aufgebaut, auf dem man jetzt u.a. auch Posterpräsentationen hochladen kann. Ich wünsche dem Qualitative Sozialforschung – Netzwerkportal viel Erfolg und drücke die Daumen, dass das Portal Verbreitung findet und Studis hierdurch einen Mehrwert haben.

Screenshot der Webseite

Beschreibung der Möglichkeiten (Screenshot, nicht unter freier Lizenz)

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Beschreibung weiterer Funktionen des Portals (Screenshot, nicht unter freier Lizenz)

Schaut doch mal rein und meldet euch an, um dem Projekt einen kleinen Push zu geben und den Austausch zu ermöglichen, falls ihr mit qualitativer Forschung zu tun habt:

http://netzwerkportal-qsf.de/

Und natürlich immer wichtig: Weitersagen!

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten.

Googles Ziele im Bildungsbereich für 2017

Wie stellen sich Mitarbeiter*innen von Google Technologie im Bildungsbereich vor? Produktmanager Rajen Sheth gibt einen kleinen Einblick in die aktuellen Ziele im Education-Bereich. Neben der Personalisierung fokussiert Google dabei auf Skalierbarkeit sowie auf die Kollaboration an Dokumenten mit Hilfe der Google Drive Tools (Youtube-Video):

Erst kürzlich wurde bekanntgegeben, dass die Schullösung Google Classroom nun auch für Privatnutzer freigeschaltet wird: Google Classroom Opens Up To Personal Accounts (Edsurge).

Das innovative Potenzial, gleichzeitig an Dokumenten zu arbeiten, sollte in der Schule imho nicht unterschätzt werden. Der analoge Modus war bisher: 1. Erstellung, 2. Einreichen, 3. Feedback erhalten – und erst dann konnten Schüler*innen weiterarbeiten. Die Lehrerin Monika Heusinger beschreibt im folgenden Artikel, wie sie die Zusammenarbeit mit Hilfe von Google Drive im Fremdsprachenunterricht organisiert. Schüler*innen jederzeit ihren Zwischenstand teilen und auch den anderer Gruppen einsehen, Feedback ist also schon während der Bearbeitung möglich: AUTHENTISCHER SPRACHEN LERNEN – DIGITALE MEDIEN IM UNTERRICHT VON MONIKA HEUSINGER.

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Wie viel Prozent aller Jobs werden verschwinden?

Max Rauner hat bei ZEIT Online mal nachgeschaut, woher die Prozentangaben stammen, die bei Digitalisierung und dem Wegfall von menschlichen Arbeitsplätzen oft genannt werden. Es stellt sich heraus, dass man zumindest bzgl. der 47 Prozent eher vorsichtig sein sollte: weiterlesen

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Thema von Anders Norén.